Fischer fordern mehr Tierschutz

Künftig soll auch für Freiangler und Inhaber von Kurzzeit-Patenten der Sachkundeausweis obligatorisch sein. Zudem sollen die Kontrollen verstärkt werden. Das fordert der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV).

Der Fischerei-Verband hält es für fahrlässig, wenn Angler ohne Sachkundenachweis ihrem Hobby nachgehen. „Solchen Fischern fehlt das Grundwissen über den artgerechten Umgang mit dem Fisch“, sagte SFV-Zentralpräsident und Ständerat Roberto Zanetti heute an einer Medienkonferenz in Bern.

Um mehr Tierschutz in der Fischerei zu gewährleisten hat der Verband 6 Forderungen aufgestellt:

  • Sachkundenachweis Fischerei für alle obligatorisch
    Die bisherigen Ausnahmen für Bezüger von Kurzzeit-Patenten und für Freiangler sollen aufgehoben werden. Dadurch erhofft sich der Verband, dass nur noch gut ausgebildete Angler am Wasser anzutreffen sein werden. Zudem würden dadurch gleiche Rechte und Pflichten für alle Angler gelten.
  • Freiangelrecht soll bleiben – aber mit Ausweis
    Um weiterhin breiten Kreisen einen Zugang zum Fischen zu bieten, soll das beliebte Freiangeln (ohne Patent) möglich bleiben. Dies allerdings nur, wenn der Angler den Sachkundenachweis besitzt oder von einer Person mit Ausweis begleitet wird.
  • Kein Mindestalter
    Ein Mindestalter fürs Angeln lehnt der Verband ab. Allerdings sollen auch Kinder und Jugendliche nur Angeln dürfen, wenn sie den obligatorischen Kurs absolviert haben oder von einem Absolventen begleitet werden. Zentralpräsident Zanetti geht nicht davon aus, dass dadurch weniger Kinder angeln werden: „Ich habe keine Angst um den Nachwuchs. Das bereits heute sehr motivierte und mit viel Wissen ausgestattete Kinde und Jugendliche. Im Gegenteil, die gut durchgeführten Kurse können vielmehr noch die Begeisterung wecken.“
  • Angelteiche bleiben möglich
    Private oder kommerzielle Angebote an Seen und Teichen sollen möglich bleiben, solange die Betreiber fachliche Betreuung gewährleisten.
  • Gastfischen nur noch mit Sachkundenachweis
    Gastfischer oder Touristen sollen künftig nur noch in Begleitung einer Person mit Nachweis fischen dürfen. Das dürfte in einigen Tourismus-Regionen für Widerstand sorgen. Der SFV weist aber darauf hin, dass heute in einigen Kantonen Touristen ohne SaNa gar nicht angeln dürfen. Für diese Regionen wäre die vorgeschlagene Lösung eine Erleichterung.
  • Kontrolle und Vollzug stärken
    Der SFV verlangt verstärkte Kontrollen durch die Aufsichtsorgane. Eine kleine Minderheit von fehlbaren Fischern könne alle in Verruf bringen, weshalb die Mehrheit Interesse an korrektem Verhalten habe.

Quelle: Bauernzeitung online

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